Die Botschaft der Vedas

  1. Es gibt nur einen einzigen Gott für alle Religionen und alle Menschen.
  2. Dieser eine Gott ist allmächtig und umfasst alles Geschaffene. Er selber ist Ursprung sowohl alles Materiellen als auch des Spirituellen.
  3. Krishna ist aber nicht nur immanent in Seiner materiellen Schöpfung gegenwärtig, sondern gleichzeitig auch transzendent dazu, d.h., Er befindet sich weit jenseits dieser Schöpfung ewig in Seinem eigenen Reich (Vrindavana).
    Dies bedeutet, dass Gott in Seiner Allumfassenheit parallel existiert als allgegenwärtige Energie und in einer personalen ewigen Form mit unzähligen anziehenden Eigenschaften in einer unzerstörbaren und unwandelbaren Späre weilt.
    Würde ihm einer dieser beiden Aspekte fehlen, wäre er nicht vollkommen.
  4. Alle Lebewesen (jivas) sind winzig kleine, bewusste und ewige Teile Gottes. Sie behalten ihre Identität auch bei, auch nach der Befreiung des Kreislaufes der Wiedergeburten. Wenn ihre aufgesetzte materielle Identifikation mit dieser Welt, die nur eine Bedeckung des jiva darstellt, vollkommen abgelegt ist, manifestiert sich erst dessen wahre Individualität. Die Anzahl der jivas ist unbegrenzt, und sie weisen die gleichen spirituellen Eigenschaften wie Gott selber auf (sat, cit, ananda), im Gegensatz zu Gott jedoch nur in begrenztem Ausmass.
  5. Die jivas sind zwar ewig, doch einige von ihnen haben durch Gebrauch (Missbrauch) ihres freien Willens Gott vergessen und sind in die vergängliche Sphäre der Materie gekommen, wo sie von illusionären Freuden (maya) angezogen werden und dem Kreislauf der wiederholten Geburten und Tode (samsara) unterworfen sind.
  6. Der Grossteil der jivas jedoch sind ewig befreit, und verehren Krishna mit Liebe und Hingabe (bhakti) und leben mit Ihm in der spirituellen Welt, wobei sie reine Liebe zu Gott (prema) erfahren.
  7. Durch Seine unbegrenzte Kraft (acintya sakti) ist Krishna jedoch auch in der materiellen Welt arfahrbar, und zwar durch yoga, dem Pfad der Wiederaufnahme der Beziehung mit Ihm.
  8. Die Pfade, die Krishna in diese Welt hineinlegt als Möglichkeit der Rückkehr sind unbegrenzt. Sie sind so konzipiert, dass, unabhängig der Verhaftung und des Hineinprojezierens des jiva in die Materie, jede Seele ein Interesse finden kann und angesprochen wird.
    Alle Yogapfade sind angelegt wie eine Leiter mit verschiedenen Sprossen, die die Seele durch verschiedene Verwirklichungen hindurchführt.
  9. Das letzliche Ziel und die ursprüngliche Stellung des jiva (svarupa) ist es, reine Liebe zu Krishna zu erfahren und mit Ihm einen liebevollen Austausch zu pflegen.